Ferne Ufer REZENSION

 
„Sing me a song of lass that is gone…“
Sorry, wenn ihr jetzt einen Ohrwurm habt.
Ehrlich gesagt, nein! Es tut mir nicht Leid, es ist ein absolut fantastisches Lied und verdient es ein Ohrwurm zu sein. 
Aber um wieder auf das eigentliche Thema zu kommen. Ich habe endlich oder leider – ich kann mich nicht ganz entscheiden – den dritten Band der Highland Saga Ferne Ufer von Diana Gabaldon beendet.

Überzeugt, daß ihre große Liebe, der rothaarige Clanführer Jamie Fraser, in der blutigen Schlacht von Culloden 1746 gefallen ist, kehrt Claire Randall mit seinem Kind unter dem Herzen in ihre eigene Zeit, ins 20. Jahrhundert zurück. Es ist ihr jedoch unmöglich, Jamie zu vergessen. Als die gemeinsame Tochter Brianna 20 Jahre alt und gut versorgt ist, tritt Claire mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung erneut die gefährliche Reise durch den magischen Steinkreis ins Schottland des 18. Jahrhunderts an. Und tatsächlich findet sie Jamie – lebend! Aber ihre glühende, unermeßliche Liebe durch Zeit und Raum bleibt nicht lange ungestört. Denn Jamie hat sein Ziel – Unabhängigkeit für Schottland – nie aus den Augen verloren. Er wird wegen Hochverrats gesucht. So bleibt ihnen nur die Flucht – vor königlichen Henkern, korrupten Richtern und eifersüchtigen Frauen. Werden sie all den finsteren Machenschaften entkommen, das sichere Ufer eines fernen Landes erreichen können?
 
Ich muss zugeben, dass die Highland Saga Bücher mit Abstand zu den dicksten Bücher gehören, die ich bisher gelesen habe. Mit Ausnahme einiger weniger Bücher natürlich. Deshalb war es für mich manchmal auch ein wenig schwierig, das Buch – darunter der zweite und dritte Band – in einem Rutsch zu lesen (aber die Schule, das Abitur und daraus bedingte Leseflauten waren auch nicht ganz unschuldig!). 
Was ich in meiner Rezension zu Die geliehene Zeit bemängelt habe, dass es mir zu politisch war und manchmal nicht so viel passiert ist, kann ich jetzt nicht mehr unterschreiben. Gleich zu Beginn werden wir mit so viel Neuem konfrontiert, dass da gar keine Langeweile aufkommen kann. Als dann Claire endlich wieder durch den Steinkreis zu Jamie reist, war ich einfach nur glücklich, die beiden wieder vereint zu wissen, ergo null Langeweile. 
Ab und zu gab es kleinere Tiefpunkte oder besser gesagt Verschnaufpausen, die ich auch nicht als störend empfunden habe, sondern eigentlich auch ganz angenehm fand. Über 1000 Seiten sind meiner Meinung nach nicht ohne und ich muss einfach manchmal das Buch weglegen und ein paar Tage sacken lassen.
Das hat dann nicht unbedingt was mit fehlender Leselust zu tun, stattdessen mal den Kopf frei kriegen und eine kleine Pause einlegen.
Was ich hier sehr positiv fand, waren die recht häufigen Ortswechsel – durch ein bestimmtes Ereignis bedingt – da so immer etwas Neues kam, die verschiedensten neuen Charaktere und noch vertraktere Situationen, die Jamie und Claire meistern mussten, war es durchgängig spannend und es kam definitiv keine Langeweile auf.
(Ich habe hier eindeutig zu oft Langeweile geschrieben… also das nächste Mal schreibe ich stattdessen Nudelauflauf.)

 

Im mittlerweile dritten Band sind JAMMF und seine Sassenach deutlich älter, was bei mir aber gar nicht so rüber kam. Claire soll sich vom Aussehen her kaum verändert haben, Jamie auch nicht sehr und an ihrem normalen Verhalten merkt man also auch nicht wirklich einen Unterschied zu den vorherigen Bänden. Einzig bei ein paar Aussagen und Handlungen merkt man, dass sie eine gewisse Entwicklung jeder für sich selber gemacht haben.
 
Mittlerweile liebe ich wirklich Diana Gabaldons Schreibstil. Er ist so detailliert und ereignisreich, dass man fast schon ein HD 3D Kopfkino hat und definitiv kein Nudelauflauf aufkommt. Anfangs – also zu Beginn des ersten Bandes – musste ich mich schon an diesen Historienromanschreibstil gewöhnen, der ja doch ein wenig anders ist als der von Jugendbüchern, aber man gewöhnt sich relativ schnell dran. Außer man kann damit rein gar nichts anfangen… 
Dann wird es aber sehr schwierig, sich durch 800 Seiten zu arbeiten.
 
Naja, das was mir auf dem Herzen lag, habe ich euch geschrieben. Und es sind erstaunlicherweise nur positive Dinge geworden, da ich wirklich keine Kritik hatte an diesem Buch.
Oder doch: Ich will mehr Jamie und Claire!!
Spaß beiseite.
Ich würde gerne über alles lang und breit schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen und würde eventuell einige spoilern…
 
Also schreibt mir unbedingt eure Meinung!
 

 

 
 
Ein großer Dank gilt dem Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Titel: Ferne Ufer
Originaltitel: Voayger
Autor: Diana Gabaldon
Preis: Taschenbuch 12,50€ / Hardcover 17,95€ / kindle 9,99€
Seitenanzahl: 1076
Wertung: 4 Punkte
Reihe: Band 3
Verlag: Blanvalet

 
 
 
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