5 Tipps gegen die fiese Leseflaute!

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Wer dieses Jahr meinen Instagram Account aufmerksam verfolgt hat, wird (eventuell) festgestellt haben, dass ich bisher noch nicht sehr viele Bücher gelesen habe. Also mal so gar nicht. Vor allem, wenn man diese Anzahl mit der letzten Jahres vergleicht.
Ein wunderschönes Verhältnis von 78:13 und jetzt dürft ihr mal raten, welche Zahl die Aktuelle ist!

Ich habe also ungefähr in acht Monaten so viel gelesen, wie sonst in zwei oder wenn ich einen guten Rutsch hatte auch in einem Monat.

Wenn dir das auch so oder so ähnlich ergeht, willkommen im Club!
Erwarte hier aber keine Wundermittel, ich spreche nur aus meiner Erfahrung.
Aber ich teile meine Tipps und vielleicht helfen sie euch ja auch, was natürlich der beste Fall wäre.

Oh, du möchtest langsam mal wissen, was denn nun meine Tipps sind?
Entschuldige, ich verrenne mich ab und zu in meinen Gedanken und dann kann ich nicht mehr aufhören zu schreiben und – Ich mache es schon wieder!

Los geht´s!

Hehe zu früh gefreut!
Die alte Labertasche, die hier gerade an ihrem Laptop hockt und diese Zeilen schreibt aka meine Wenigkeit muss sich mal ein wenig über ihre Unlust zu Lesen auslassen.
Wenn du wirklich nur eine 5 Tipps Liste haben willst, Buzzfeed ist gleich um die Ecke.
Und da das hier ein – mein –  Blog ist, mach ich das einfach. Muhaha. (Machtgefühl ist schon was Schönes oder?)

Also wie ich oben bereits geschrieben hatte, habe ich 2015 an die 80 Bücher verschlungen, meine bisher beste Leistung. Und da fallen dagegen die wenigen Bücher von diesem Jahr – die man übrigens an zwei Händen und einem Fuß abzählen könnte – sehr auf.
Natürlich habe ich mich auch gefragt, warum ich so wenig lese. Aber so einfach lässt sich das nicht beantworten, leider. Das „leider“ bezieht sich auf das allzu menschliche Verhalten Dinge in Schubladen zu ordnen, doch einige Dinge – darunter fällt eben auch meine und vielleicht auch deine Leseunlust – lassen sich nicht nur in eine Schublade mit DEM Grund dafür stecken.

Bei mir fing es damit an, dass ich Anfang des Jahres meine erste bzw. zweite Klausurenphase an der Uni hatte und ehrlich gesagt ein wenig überfordert und gestresst war. Und das über ungefähr zwei Monate.
Ich hatte also überhaupt keine Zeit zum Lesen und auch keine Kraft und Lust. Es war und ist für mich – im Moment – einfacher abzuschalten, indem ich mir auf Netflix eine Serie oder einen Film anmache und nichts weiter machen muss. Also keine aktive Kopfarbeit.
So hat es wahrscheinlich begonnen, dass sich die Unlust zum Lesen immer weiter vergrößert hat bis ich sogar kaum ein Buch komplett lesen konnte.

Rede dir kein schlechtes Gewissen ein!
Es macht keinen Sinn, dich selbst unter Druck zu setzen. Das kann sogar noch dazu führen, dass du noch weniger Lust hast ein Buch zu lesen, wenn du im Kopf hast, dass du es lesen MUSST. Du musst gar nichts. Bücher laufen dir nicht weg (außer du hast dir ein Buch oder E-Book ausgeliehen und musst es zurückgeben, so gesehen läuft es dir dann schon weg, aber du verstehst meinen Punkt!), sie warten egal wann und egal wie lange auf dich und wollen dich in ihre Welt entführen. Sie sind auch nicht böse oder genervt, wenn es mal etwas länger dauert, im Gegensatz zu Eltern. (Uhh, böser Seitenhieb! Ich habe heute anscheinend eine recht diabolische Ader…)

Nimm dir bewusst eine Auszeit!
Dieser Punkt geht mit dem Vorherigen einher. Denn nur, wenn du dich nicht selbst unter Druck setzt, kannst du dir auch bewusst eine Pause vom Lesen nehmen. Lass die Bücher mal Bücher sein, schnapp dir deinen Laptop, Tablet oder das elektronische Endgerät deiner Wahl und binge watche (darunter versteht man den „exzessiven Konsum von Serien“, mehr dazu könnt ihr bei Serienjunkies nachlesen) eine Serie. Pssst, ich kann Greys Anatomy, Suits, Outlander, Reign, Pretty Little Liars, Flesh and Bone und Gilmore Girls empfehlen 😉
Falls du Lust auf ein Buch bekommen solltest, lies es ruhig! Hör auf deinen Bauch und tu das, was du für richtig hältst. Eine gute und vor allem auch gesündere Alternative ist natürlich auch Sport oder Aktivitäten an der frischen Luft, um mal einen freien Kopf zu bekommen.

Ignoriere deinen SuB (Stapel ungelesener Bücher)!
Wenn du – wie ich – einen SuB höher als Mount Everest hast (Reinhold Messner wollte ihn schon letztens besteigen und das sogar ohne Sauerstoffgerät!), dann bekommt man schnell ein schlechtes Gewissen, weil man ja eigentlich dieses und jenes Buch lesen sollte.
Lass doch einfach den Sub SuB sein! Es wird schon keine Buchpolizei auftauchen, weil du zum drölftausendsten Mal Harry Potter liest statt des Buches, das du eigentlich bereits letzte Woche anfangen wolltest. Lies das, worauf du Bock hast!
Sonst ergeht es dir nur so, dass du in das Buch reinliest, aber nach 20 Seiten keine Lust mehr hast und dann wieder frustriert rumhockst. (Glaube mir, ich spreche aus Erfahrung…)

Geh shoppen!
Flitz schnell in den nächsten überdimensionierten Buchladen und durchstreife die gesamten Regale à la Maria aus „Sound of Music“.

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Gönn dir das Buch, dass du bereits seit drei Besuchen (die etlichen Mal im Internet nicht mitgezählt) anschmachtest wie ein saftiges Stück Schokotorte.
Schokotorte… das wäre jetzt schön.
Wieso auch nicht?
Kauf es – also das Buch und gerne auch die Schokotorte – und werdet glücklich miteinander!

Lass dich nicht von den Social Media beeinflussen!
Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf Instagram, weil ich mich da sehr… sehr oft aufhalte. Aber zu sehen wie viele Bücher alle anderen zu verschlingen scheinen, ist nicht unbedingt das Beste für das eigene Selbstwertgefühl und Gewissen. (Story of my Year.)
Eigentlich gehört das auch zu dem Punkt, dass du dir kein schlechtes Gewissen einreden sollst, hier eben noch unter dem besonderen Aspekt der sozialen Medien. Denn diese können böse sein. Nein, sind sie nicht, aber manchmal gehen sie mir schon gehörig auf den Keks! Und dennoch kann ich nicht widerstehen… (#firstworldproblems)
Vergleiche dich nicht mit anderen, das hat keinen Sinn, denn du bist großartig so wie du bist und du wirst auch ein großartiger Mensch bleiben, auch wenn du nicht so viele Bücher wie Blogger XY liest.

Mein Fazit lautet, dass es einfach so ist wie es ist und das ist auch okay so.
Akzeptanz ist der erste Weg zur Besserung und wahrscheinlich auch die für einen selber angenehmere Lösung, als sich nur mit anderen Leuten zu vergleichen und sich auf bescheuerte Zahlen zu fixieren. Mach, was sich für dich gut anfühlt und wenn du eben mal keine Lust auf Lesen hast, dann lass es sein. Ich meine, der Winter naht und der Schal strickt sich nicht von alleine!

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen oder dich auch nur wenigsten ein wenig aufmuntern!
Was mich brennend interessiert: Wie geht ihr mit Leseflauten um?

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17 Gedanken zu “5 Tipps gegen die fiese Leseflaute!

  1. Meine letzte große Leseflaute war den ganzen schlechten Büchern, die mir unter gekommen waren, geschuldet. Alles Bücher von denen ich dachte, ach komm die wolltest doch unbedingt lesen. Habe mir dann erst eine Pause und dann ein Buch aus einem Genre was ich nicht häufig lese gegönnt und bäms! ich war wieder im Flow 🙂 Was auch tötlich für den den Lesefluss ist: Schlechte Rezensionsexemplare. Dieses „ich muss mich jetzt unbedingt bis zum Schluss durchquälen, weil ich soll/will es ja rezensieren“. Ich behalte mir mittlerweile vor, wirklich richtig, richtig schlechte abzubrechen und daraus eine Abbruch-Bewertung zu schreiben.

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    1. Es ist eben ein mieser Teufelskreis…
      Aber mal was komplett anderes zu lesen, ist vielleicht keine schlechte Idee!
      Und den „Druck“ durch die Rezensionsexemplare kenne ich auch. Vor allem wenn man einige hat und die eben dann abarbeiten muss.

      Naja ich denke, dass es bei schon wieder wird 🙂

      Liebe Grüße,
      Carla

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  2. Ich sage mir immer, lesen ist kein Wettbewerb! Und das Leben ist viel zu kurz, um sich mit selbst auferlegtem Stress fertig zu machen :). Wenn es passt, passt nicht, wenn nicht, halt nicht – davon geht die Welt auch nicht unter 😀 …

    Liebe Grüße
    Ascari

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  3. Oh ja ich kenne dieses Gefühl. Dieses Jahr geht es bei mir einige Tiefs. In manchen Monaten habe ich gerade mal ein Buch gelesen. Ich fühle mich etwas schlecht dabei, vor allem weil ich meinen großen SuB vor mir sehe. Aber deine Tipps sind gut und ich versuche da jetzt ein wenig Abstand zu halten. Was kommt, das kommt 😉
    LG Sandra

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  4. Hallo,
    dieser Artikel gefällt mir besonders gut und das vor allem deswegen, weil du dir anscheinend einfach mal frei von der Seele alles wegschieben hast.
    Besonders wichtig finde ich deine 2 Argumente, lass dich nicht von anderen beeinflussen und ignoriere deinen Stapel ungelesener Bücher. (So ein enorm großer Stapel Bücher muss einen doch ganz automatisch ausbremsen. Ich habe meinen nun übrigens hinter einer Tischdecke versteckt damit er nicht mehr so laut nach mir schreit.)

    Ich finde man sollte sich nicht mit anderen Messen. Diese elende Frage „Wie viele hast du schon?“ haben mir nur am Anfang meiner Bloggerzeit beeindruckt. Aber es ist doch auch so, wer pro Tag ein kurzes Kinderbuch liest treibt auch seine Endsumme in die Höhe. Also, was solls….

    Rena

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    1. Vielen lieben Dank Rena!

      Ich habe selbst gemerkt, dass da mal was raus musste…
      Und es tat wahnsinnig gut, nicht nur fröhlich zu schreiben, sondern so wie es mir in diesem Moment auf der Zunge lag.
      Ja die Methode „Aus den Augen, aus dem Sinn“ ist auch eine Taktik, ich habe meinen SuB separat in einem eigenen Regal stehen, aber dann auch nach dem Motto: Ich habe noch so viel zu lesen, dass mir wohl erstmal nicht der Lesestoff ausgehen wird! 😀
      Mittlerweile poste ich auch keine Lesemonate mehr (Sei es auf dem Blog oder auf Instagram, unter anderem dadurch, dass ich auch kaum was vorzuweisen habe…).

      Jeder soll einfach so viel lesen wie er mag, ob nun schneller oder langsamer, mehr oder weniger.
      Hauptsache es bereitet einem Freude!

      Liebe Grüße,
      Carla

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  5. DANKE!

    Du sprichst hier aus, was mich in letzter Zeit immer öfter (insbesondere auf Instagram) stört: Lesen ist kein Wettbewerb, sondern ein Hobby – ein Zeitvertreib, den man gerne ausübt. Leider habe ich in manchen Internetecken langsam wirklich das Gefühl, es sei ein Wettbewerb und alle rangeln darum, der beste zu sein. Ehrlich? Das ist in meinen Augen ein bissl sehr Kindergarten.

    Ich hab einen wunderbaren Job, Freunde und eine Familie, die meine Aufmerksamkeit schätzen und noch andere Hobbies – mehr als Lesen in der Straßenbahn oder Abends im Bett (wenn ich denn nicht zu kaputt vom Tag bin) ist nicht drin. Muss ja auch nicht. Ich nenne das übrigens nicht „Leseflaute“, sondern „was anderes im Kopp“, aber kommt ja aufs gleiche raus 🙂

    Schön, dass Du zu einer entspannteren Sichtweise gefunden hast – und den Spaß am Leben und am Lesen behältst 🙂 Und ich finde Deine spitzen Zwischenbemerkungen herrlich! Schreib weiter so 😉

    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Vielen lieben Dank, Sarah!
      Über Kommentare wie deinen (und alle anderen natürlich auch) freue ich mich immer sehr 🙂

      Vielleicht kommt es auch einfach mit dem Alter bzw. dem Erwachsen und Älter werden (auch wenn ich 19 noch nicht unbedingt als alt bezeichnen würde, auch wenn viele der Bookstagrammer doch jünger sind), dass man in einem eher ruhigeren Hobby wie dem Lesen, nicht mehr den „Konkurrenzdruck“ sieht. Man muss eben nicht immer der Beste, Schnellste und so weiter sein!

      Die Hauptsache ist doch, dass wir Freude am Lesen haben und dass wir diese Freude durch die Bücher bekommen, die wir lesen. Egal wie viele das im Monat nun sind!

      Liebe Grüße,
      Carla

      Gefällt mir

  6. Hallo Carla,

    Ich kenne diese Gefüle nur zu gut. Ich studiere Germnaistik und oft fehlt mir einfach die Motivation, nach der Uni noch andere Bücher zu lesen. Grad wenn ein Dozent mal wieder komplett eskaliert und meint, dass man ja einen Roman innerhalb einer Woche lesen und komplett analysieren kann, und dazu noch sämtliche Besonderheiten des Autors mit erarbeiten kann. Du weißt sicher was ich meine.
    Mach weiter so, ich mag deinen Blog, den ich über dein Instagram-Profil gefunden hab.

    Liebe Grüße,
    Kathi

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