„Begin again“ von Mona Kasten

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Vielen von euch dürfte Mona Kasten ein Begriff sein, sei es von Youtube oder ihrer Debüttrilogie „Schattentraum“.
Nun wagte sie sich mit Begin Again in die durchwachsenen Gefilde des New Adult Genres.
Ich habe das Gefühl, einer der letzten Menschen zu sein, der dieses Buch liest. Doch nach so vielen begeisterten Stimmen, musste ich mich auch mal selbst überzeugen!
Was ich zu Begin Again zu sagen habe, erfahrt ihr in meiner Rezension.

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Allie möchte an der Uni einen Neuanfang wagen, vor allem um ihre Vergangenheit hinter sich zulassen. Doch was ihr noch fehlt ist eine Wohnung. Was sich als größeres Problem gestaltet, als sie dachte.
So landet sie bei Kaden, dem typischen Bad Boy. Dieser ist anfangs nicht sonderlich begeistert von seiner neuen Mitbewohnerin, ist aber auf ihre Miete angewiesen und muss sie so wohl oder übel bei sich aufnehmen.
Jedoch nicht ohne vorher seine Regeln klar zu machen: Allie darf ihn nicht nach seiner Vergangenheit fragen, kein Weiberkram in der Wohnung und die wichtigste Regel: Die beiden dürfen nichts miteinander anfangen.
Doch je näher sich die beiden kennenlernen, desto schwerer wird es die Regeln einzuhalten…

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Eigentlich wollte ich mich nach meinem gemischten Eindruck von „After Passion“ von Anna Todd erstmal vom New Adult Genre ab und anderen Genre zuwenden, doch nachdem dieses Buch vor allem auf Instagram eine derartige Präsenz hatte, musste ich auch mal dazu geifen und mich selbst überzeugen, ob es hält, was es verspricht. #AchtungSchachtelsatz

Fesselnd war es auf jeden Fall, ich habe gern die Geschichte von Allie und Kaden verfolgt, auch wenn sie nicht wirklich vom stereotypischen roten Faden der New Adult Bücher abweicht. Dennoch weiß Mona Kasten so zu schreiben, dass der Leser gespannt den Verlauf der Geschichte verfolgt und so habe auch ich das Buch an fast einem Tag durchgelesen. Natürlich sind die Stories im New Adult Genre literarisch nicht so anspruchsvoll, dass man sich dafür wirklich Zeit nehmen muss, um die Geschichte in sich aufzunehmen – den Anspruch heben sie meiner Meinung nach gar nicht erst -, dafür glänzen sie vor allem im Unterhaltungswert. Und den kann Begin Again definitiv vorweisen.

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Auch hier finden wir wieder den altbekannten Bad Boy mit der tragischen Vergangenheit, der jedoch auf den zweiten Blick auch eine menschliche Seite hat und sich nicht nur über Bettgeschichten, Tattoos und Machogeprotze definiert.
Genauso wie „das Mädchen“. Entweder auch mit tragischer Vergangenheit, mit der sie nicht mehr in Verbindung gebracht werden möchte oder das gut behütete und vor allem naive Schulmädchen, dass am College endlich selbstständig werden will.
Auch wenn man Allie und Kaden gut in diese Schubladen einordnen kann, sind sie nicht so platt, wie sie eventuell auf den ersten Blick erscheinen mögen.
Allie erstaunlicherweise eine doch recht selbstbewusste junge Frau, die sich selbst besser kennenlernen muss, aber dennoch für ihre Überzeugungen, Wünsche und Träume einsteht und diese auch umsetzen möchte. Auch wenn sie ab und zu ein paar Drama Queen Momente hatte – mal ehrlich, wer hat die nicht -, ist sie eine sympathischere Protagonistin, als so manches verängstigtes Häschen, dass zu allem Ja und Amen sagt.
Ebenso Kaden. Er entspricht zwar doch ziemlich genau einer fleischgewordenen Bad Boy Fantasie und ist launenhaft, ohne jedoch bei jeder Kleinigkeit die Beherrschung zu verlieren und alles kurz und klein zu schlagen. #husthardinhust
Dennoch steckt in ihm eigentlich ein anständiger Kerl, dem das Leben nicht unbedingt gut mitgespielt hat und was er nun durch überspitzte „Coolness“ auszugleichen versucht.

Auch in Begin Again finden wir uns in den USA in einer Kleinstadt wieder, mittlerweile eine gängige Szenerie im Genre. Nicht sehr einfallsreich, aber vertrautes Gefilde. Dennoch wäre ich mal auf eine New Adult Story gespannt, die nicht in Amerika stattfindet, auch wenn der Trend nicht nur im NA Genre dahin geht, sondern in Deutschland, Frankreich, Japan oder wo einen sonst die Imagination trägt. So wären eventuell auch die Charaktere differenzierter und nicht nur weiße, amerikanische Film/Literatur/Journalimus Studenten. Wir leben in einer diversen Welt, warum nicht auch darüber schreiben?
Der Protagonist muss das ja nicht zwingend erfüllen, doch würde ich allein die Erwähnung von Diversität in den Städten und Colleges wünschen. Daran mangelt es meiner Meinung nach sehr im New Adult Bereich.

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So ist Begin Again in Betrachtung des Genres eine positive Überraschung für mich, da die beiden sich auch nicht zu schnell einander hingeben, was mir bei den meisten Romanen in dem Bereich teilweise sehr auf den Keks geht – entschuldigt die Ausdrucksweise – und auch die meist weiblichen Protagonisten unglaubwürdig da stehen lässt.
Durch die eine oder andere Wendung verleiht es dem Buch einen erfrischenden Schwung, hebt sich im Ganzen aber durch die typischen Motive nicht sehr aus der Masse heraus.
Dennoch ist es ein sehr unterhaltsames Buch, nicht zuletzt durch die quirlige Dawn, welche im Folgeband mehr Aufmerksamkeit erhält, welches mich als Leser begeistern konnte, auch wenn ich einige Punkte anzumerken hatte.

Genre
4Herzen

Gesamt
3Herzen

Wie ist eure Meinung zu Begin Again? Was hat euch begeistert, was eher nicht gefallen?

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2 Gedanken zu “„Begin again“ von Mona Kasten

  1. Hallo 🙂
    Ich möchte mir das Buch auch unbedingt noch kaufen, ich habe schon so vieles dazu gehört und manchmal braucht man auch einfach eine lockere Geschichte. Ich bin gespannt, wie es mir dann gefallen wird!

    Liebe Grüße,
    Liz ♥

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